Wir waren in Rom #3

Etliche Eindrücke von Rom, von den dort lebenden Menschen, den Straßen und Gebäuden, später, wird mir schlussendlich wieder klar, so großartig es auch ist etwas neues zu sehen und die verschiedensten Länder zu erkunden, Wien bzw. Österreich ist und bleibt mein zuhause! Ich schätze es nun wieder um vieles mehr als vor unserer Reise. Manches Mal packt mich das Fernweh, doch für mich gilt trotzdem „zuhause ist es immer noch am schönsten“.

8 Uhr morgens, der Wecker läutet. Für Flo und mich steht der letzte Tag am Programm. Mit müden Beinen und schläfrigen Augen geht’s für uns zum Frühstücken. Wir haben heute noch einiges vor, Nummer eins, Führung durch den Vatikan.

Auf dem Weg noch schnell einen Kaffee eingeflößt und los ging’s.

Wie am Flughafen wird jede Person kontrolliert die den Staat betritt. Endlich drinnen angekommen, entdecken wir die unzähligen Statuen die die Päpste seit Jahrzehnten gesammelt haben. Es waren meist Geschenke an den jeweiligen Papst, nur irgendwann war nicht mehr ausreichend Platz vorhanden und so wurde das Ganze in ein Museum umgewandelt.

Interessanter Weise sind alle Statuen meistens nackt, was eigentlich überhaupt nicht zu der damaligen Zeit passt und eher mit unserer jetzigen verglichen werden könnte.
Unser Weg führte uns durch einen schier endlos langen Gang, an dessen Wänden riesige Wandteppiche und extrem detailreiche Landkarten, die ohne jeglichen Hilfsmittel gezeichnet wurden, hängten.

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Anschließend kamen wir in die Sixtinische Kapelle in der man weder fotografieren noch sprechen durfte. Immer wieder lustig zu beobachten, wie manche Menschen es trotzdem nicht schaffen, leise zu sein und eben keine Fotos zu machen.

Zum Schluss ging es noch in den Petersdom, der für mich das beeindruckendste der ganzen Tour war.

IMG_4637Es gibt 5 Türen die in die Petersdom führen nämlich:
die Erste, die Pforte des Jüngsten Gerichts, durch sie erfolgt der Trauerzug aus der Kathedrale
die Zweite, Tor des Guten und Bösen
die Dritte, Bronzetüren aus der Mitte des 15ten Jahrhunderts, Portal des Filarete
die Vierte, Pforte der Sakramente, sie wird „verwendet“ für die Taufe, Firmung, Eucharistie, Buße, Hochzeit, Krankensalbung und Weihe
die Fünfte, Heilige Pforte, diese Tür wurde Papst Pius XII zum Geschenk gemacht. Sie ist fast die ganze Zeit zugemauert  und wird nur einmal in 25 Jahren im Heiligen oder Jubiläumsjahr geöffnet.

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rechts ist der Balkon zu sehen, wo sich nach der Wahl immer der neue Papst zeigt

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Leider hat das Wetter nicht so ganz mitgespielt, aber wir haben versucht das Beste daraus zu machen :) !

Zeit zum Mittagessen also machten wir uns auf die Suche nach einem netten Restaurant in der Stadt.

Fündig sind wir im URBANA geworden! Sehr herzliche Kellner, außergewöhnliches Ambiente, verbunden mit einem spitzenklassigen Essen, hat unsere Erwartungen schlicht weg übertroffen und wir waren wieder sehr zufrieden !

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Wir möchten euch natürlich die Leckereien nicht vorenthalten und haben alles fleißig festgehalten :P


Auf dem Weg zur spanische Treppe kamen wir noch beim Circus Maximus vorbei. Das war das größte Veranstaltungsbauwerk im antiken Rom. Hier fanden meist Wagenrennen, Tierhetzen, aber auch Gladiatorenkämpfe statt.

Mittlerweile wird die Fläche als Liegeplatz zum Picknicken oder Spielwiese diverser Sportarten verwendet.

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Auf dem Weg zur spanischen Treppe hörten wir plötzliche jemanden Klavier spielen. Es musste unmittelbar in unserer Nähe sein, also folgten wir den Klängen. Zu unserem überraschen kam die Melodie aus einem Frisör, ja ganz richtig und zwar stand in der Mitte des runden Raumes ein schwarzer Flügel auf dem ein Mann in weißen Anzug spielte und die Kunden mit klassischen Stücken verzauberte! Schade das ich so etwas noch nicht in Wien gefunden habe, zu dem Frisör würde ich mit Sicherheit öfter gehen :) !

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Auf Grund von Sanierungsarbeiten konnten wir die spanische Treppe nicht in ihrer ganzen Pracht bestaunen, wir fanden es aber trotzdem super interessant die bekannten Sehenswürdigkeiten live gesehen zu haben, die man sonst nur von Bilder oder aus Filmen kennt.

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Rom ist auf jeden Fall eine Reise wert, allerdings für mich keine Stadt zum Leben. Dazu bin ich es einfach viel zu sehr gewohnt in der Natur zu sein und nicht in der Masse von Menschen und dem ständigen Lärmpegel ausgesetzt zu sein. Es ist so ganz anders als in Wien obwohl es jetzt nicht gar so weit weg ist. Riesen Supermarktketten gibt es nur vereinzelt, dafür gibt es eine Vielzahl an kleinen Lebensmittelläden, Boutiquen und unzählige Mopeds die überall, irgendwie und irgendwo geparkt sind.
Witziger Weise habe ich durch diesen argen Kontrast gelernt, Wien wieder mehr zu schätzen. Wie gut es mir in unserem Land doch geht und es nicht selbstverständlich ist eine saubere Straße vorzufinden, ein öffentliches und preiswertes Verkehrsnetz zu haben, vor allem Regeln im Verkehr die auch zu mind. 90% eingehalten werden, denn in Rom hätte ich mich nicht in den Verkehr getraut ;) .

 

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Wir sind froh und dankbar, trotz der angespannten Situation weltweit, eine schöne Zeit in Rom gehabt zu haben und sicher wieder zu Hause gelandet zu sein.

Eure Kathrin und Euer Flo

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