Fasten – Verzicht oder Bereicherung?!

Ich habe meine Gedanken ein wenig kreisen lassen. Mir überlegt was mich momentan beschäftigt, was viele Meschen momentan sehr beschäftigt. Und ein paar Überlegungen gemacht…Muss Fasten zwangsläufig heißen, dass ich auf etwas verzichte?! Kann ich diese Zeit nicht auch nutzen, um mein Leben zu bereichern?! Das sind die beiden Fragen, die ich mir derzeit stelle und die ich heute mit euch teilen will!

Die Fastenzeit – vierzig Tage lang verzichten wir Jahr für Jahr auf etwas, meistens auf bestimmte Lebensmittel. Die einen streichen das Fleisch aus ihrem Speiseplan, die anderen lassen den Alkohol weg, andere wiederum lassen gänzlich alle tierischen Produkte weg und manche verzichten auf Zucker. In extremen Fällen, fangen Leute irgendwelche utopischen Ernährungs- und Diätformen an, die nur in einem enden nämlich Enttäuschung und der Rückkehr zu alte Verhaltensmuster. In diesem Zeitraum üben wir uns im Verzicht auf Dinge, ohne die wir sonst scheinbar nur schwer auskommen können.
Wir verzichten! Wir verbieten es uns! Wir streichen etwas aus unserem Leben! Wir kämpfen teilweise! Wir kasteien uns selber! Wir belügen uns eigentlich selbest…
Für mich jetzt, keine sonderlich positiven Dinge, steht doch der gesundheitliche Aspekt eigentlich im Vordergrund. Der Körper soll die Chance bekommen sich selbst zu reinigen, sich von den Lasten des vergangenen Jahres zu befreien und den gesamten Organismus und Stoffwechsel zu entlasten. Aber auch den Geist soll es schulen. Die eigene Disziplin, Willensstärke, Ausdauer und Kraft. Aus dieser Sicht, klingt das für mich doch schon wesentlich positiver, was meinst du?!

Ich selbst praktiziere seit mehr als einem Jahr eine Art des Fastens. Es nennt sich Intermittierendes Fasten. Klingt erstmal kompliziert, ist es aber nicht. Ich esse täglich 12-16 Stunden nichts. Trinke lediglich Kaffee und Wasser. Gelegentlich gibts Tage, wo ich das Fenster ein wenig verkürze und mir einen reinen Gemüsesaft gönne. Und in den verbleibenden Stunden des Tages, esse ich dafür reichlich. Ich verzichte auf nichts, zumindest auf nichts, auf das ich nicht sowieso dauerhaft verzichten würde. Zucker, Alkohol und Rauchen.
Der Anfang war hart. Hunger ohne Ende. Grantig war ich. Der Gedanke dauernd da, aufzugeben. Aber nein, ich habs durchgehalten, die schwierige erste Phase. Und Jetzt?! Jetzt geht es mir körperlich bestens. Der Hunger auf Essen ist fast vollständig verschwunden. Es kommt selten vor, dass ich über den Tag hinweg, dieses Gefühl von Hunger verspüre. Den Drang Süßes zu Essen, kenne ich nicht mehr. Heißhungerattacken, gehören der Vergangenheit an.
Dafür ist ein anderer Hunger bzw. Durst in mir stärker geworden. Der Durst nach Wissen. Ich bin wesentlich konzentrierter und aufmerksamer in meiner Fastenphase, bin wacher, voller Energie, voller Tatendrang. Klar nach einem harten Arbeitstag bin auch ich müde und ausgelaugt, aber die ständigen Nachmittagstiefs sind verschwunden. Dass nicht in die Gänge kommen. Keinen Antrieb finden. Mein Körper hat gelernt mit den Ressourcen, die er ohne mein Zutun zur Verfügung hat, auszukommen. Davon zu zehren. Sich selbst zu versorgen. Mit meinen Reserven. Und dadurch wurde mein Körper aber vor allem mein Geist wacher, aufmerksamer und ist immer bereit für Leistung. Das merke ich besonders in der Arbeit, weil ich mir ohne besonderes Training, plötzlich viele Dinge gleichzeitig merken kann, ohne sie mir aufzuschreiben.
Mein Organismus bekommt jeden Tag die Gelegenheit sich selbst zu reinigen, sich zu erneuern und zu reparieren. Und das alles ohne auf etwas zu verzichten. Denn ich genieße das Leben, aber vor allem die Ernährung, in vollen Zügen.

Für andere sicher nicht möglich, sagen viele. Aber sie haben es meist noch nicht probiert, noch nie darauf eingelassen. Ja klar es ist hart, aber nach einiger Zeit geht es in Fleisch und Blut über. Und wenn man die positiven Veränderungen merkt, möchte man auch nichts anderes mehr, sondern noch viel mehr davon. Von diesem Positiven!

Eine anderer Sache die mich seit einiger Zeit begleitet ist die Frage „Muss ich in der Fastenzeit, zwangsläufig auf etwas verzichten?!“ „Und kann ich diese Zeit nicht auch nutzen, um mein Leben, um einen positiven Aspekt zu bereichern?!“
Statt sich so abzumühen, mit irgendwelchen Dingen die wir uns verbieten und auf die wir verzichten. Warum nicht auch etwas zu unserem Leben hinzufügen. Etwas Positives! Etwas Gutes! Etwas Bereicherndes!
Angefangen bei positiven und motivierenden Gedanken, hin zu Entspannungsritualen. Mehr Bewegung in den Alltag integrieren. Jemandem mehr Zeit und Aufmerksamkeit schenken. Etwas egoistischer sein und mehr auf sich selbst zu achten, mehr für sich zu tun. Etwas Neues beginnen, sei es ein Hobby oder einfach mal wieder ein Buch lesen.
Mir fallen noch viele Dinge ein, die in unser aller Leben, oft auf der Strecke bleiben, weil wie man so schön sagt „Das Leben und der Alltag dazwischen kommen“. Aber genau da wollten Kathrin und Ich ansetzen…
Wieder näher zusammenrücken. Dem anderen und sich selbst,wieder mehr Zeit gemeinsam schenken. Wieder mehr gemeinsam unternehmen. Den anderen als Partner wieder mehr wertschätzen. Dem anderen Komplimente machen. Berührungen und Zärtlichkeiten austauschen. Gemeinsam meditieren. Wieder mehr Liebe in den Alltag einfließen lassen.
Wir versuchen es, jeden Tag. Ja natürlich fehlt manchmal die Zeit, aber dann sind es nur die 60 Sekunden die man den anderen kurz im Arm hält, und schon das ist ein Zeichen von Zuneigung, von Nähe und Liebe. :-)

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Was am Ende der Fastenzeit bleibt, ist oft ein Zurückkehren in alte Muster, in schlechte Gewohnheiten und eine ungesunde Lebensweise. Aber vielleicht auch nicht! Vielleicht inspirieren dich meine Gedanken und du nutzt die Fastenzeit mal, um dein Leben neu auszurichten, es zu bereichern und möglicherweise um im Leben wieder ein wenig glücklicher zu werden. Nimm dir mit was für dich stimmig war.

Bleib positiv. Verbiete dir Nichts. Lebe wieder mehr im Hier und Jetzt. Genieße das Leben und die Liebe in vollen Zügen! Es kann schön sein, glaub mir, aber es ist immer nur, was jeder einzelne daraus macht :) !

Euer Flo

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