Warum sind wir so streng mit uns?

Inspiriert von Pierre Franckhs Buch, „Einfach glücklich sein„, habe ich mir ein paar Gedanken zum Thema „Tu einmal das, was du dir normalerweise nicht zugestehst“ gemacht. So unterschiedlich die Menschen sind, im Grunde wollen wir alle dasselbe, glücklich sein, und das kann eigentlich so einfach sein!

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Du kennst es doch bestimmt, Sonntags den ganzen Tag im Bett verbringen, schlafen, fernsehen, naschen oder den ganzen Tag träumen und doch dabei ein schlechtes Gewissen haben. Okay, ich bin ehrlich, es muss sogar nicht der Sonntag sein … Wieso gönnt man sich solche Tage nicht öfter, woher kommt das? Müssen wir wirklich immer Leistung erbringen, um unser Leben als sinnvoll zu betrachten. Wenn da nicht ein Umdenken stattfindet, werden wir unter dem ständigen Leistungszwang auf Dauer bestimmt nicht gesund und glücklich werden/bleiben.

Sind wir erst dann zufrieden, wenn wir nach einem 8-10 Stunden Dienst nach Hause kommen, eine Tätigkeit ausüben, die uns im Grunde keinen Spaß macht, uns sogar unterfordert oder langweilt?
Und wie oft würdest du dich gerne am liebsten entspannen und in der Entspannung vollkommen nutzlose Dinge tun?! Dabei sagt dir aber eine leise Stimme: „Wie kannst du nur, dass  darfst du nicht, schämst du dich nicht?“
Am schlimmsten finde ich, dass wir manchmal die Entschuldigung einer Krankheit brauchen, um genüsslich im Bett liegen bleiben zu dürfen, um keine Gewissenbisse zu haben.

Mach ab und zu „alles“, was angeblich nicht erlaubt ist.

Wie oft jagen wir Zielen hinterher, die gar nicht die unseren sind, erledigen gesellschaftliche Pflichten, sind ständig beschäftigt und tun Dinge die unser Leben weder mental noch emotional bereichern.
Soll dass schon alles sein vom Leben? Ich hoffe doch nicht!

Viel mehr sollten wir träumen, genießen, faulenzen, in die Natur raus, auch alleine essen gehen, Löcher in den Himmel starren oder bewusst Zeit für die eigenen Hobbies nehmen. Wir sollten wieder anfangen das zu machen, was uns Spaß macht, was uns glücklich macht. Aber das entscheidende daran ist, was auch immer wir tun, wir sollten es genießen, uns daran erfreuen, dass man sich Zeit für sich selbst genommen hat! Sich selbst wichtig nimmt und seine Grenzen wahrnimmt, denn wenn man es selbst nicht tut, wer tut es dann?

Was auch immer du tust, liebe dich dafür, dass du es tust.

Für mich ist es sehr wichtig, selbst zu entscheiden wie ich meine Freizeit gestalte. Wie ich entspanne ist ja einzig und allein meine persönliche Sache und Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden. Ich beobachte sogar oft bei Menschen, dass ihre komplette Freizeit durchgeplant und eher leistungsbezogen ist…
Ein ewiger Teufelskreis, den man nur verändern kann, wenn man ihn sich bewusst macht! Und erkennt, dass es einen selbst nicht glücklich macht! Ja klar, gut Ding braucht Weile. Besser sind immer kleine Gewohnheiten in sein Leben einzubauen und du wirst sehen, nach einer Zeit geht es wie von selbst! :-)
Sollten Freunde, Kollegen oder die Familie eine andere Vorstellung von Freizeit haben oder sich selbst nicht entspannen (können) und im ewigen Dschungel von Leistung gefangen sein, so ist das deren Problem! Bitte nicht die Probleme anderer übernehmen!! Schließlich sollte jeder sein Leben leben und nicht das, der anderen.

Ich finde den Gedanken von Pierre Franckh sehr schön, dass wir wieder zu Kindern werden sollten. Kindern können sich Stunden lang mit scheinbar sinnlosen Dingen beschäftigen. Auch Erwachsene sollten sich ihr Kindsein behalten und leben. Auch ich versuche immer wieder die Zeiten zu genießen, in denen ich scheinbar belanglose, nicht leistungsorientierte Tätigkeiten tue. Es sind die Momente in denen ich meine Kräfte wieder sammle und stärke, um mich voller Freude auf meine nächsten Aufgabe zu stürzen.

Je mehr man sich auf all die Dinge einlässt, die einem Freude bereiten, umso freudiger wird man sich wieder der Arbeit widmen können. Und dadurch bekommen alle vermeintlich sinnlosen Zeiten wieder einen durchaus tieferen Sinn. Einen Versuch ist es auf jeden Fall mal wert ! :)

Ich hab gelesen, auch Einstein machte es so, wenn er bei einer mathematischen Gleichung nicht weiterkam, spielte er mit seiner Eisenbahn. Und in dem Moment, wo er wieder Kind sein durfte und es sich selbst erlaubte, kam ihm die Lösung fast von allein.

In diesem Sinne, sei nicht zu streng mit dir und erlaube dir ab und zu wieder Kind zu sein!

LOVE,

Kathrin

BUCH – EINFACH GLÜCKLICH SEIN von PIERRE FRANCKH

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