Kommunikation muss gelernt sein

Kommunikation ist in jeder Beziehung von großer Bedeutung. Ich muss dabei immer an den Spruch denken „Durchs Reden kommen d‘Leut zam.“ Denn dieser trifft es für mich auf den Punkt.
Viel zu oft entstehen durchs nicht-miteinander-reden Missverstände und Konflikte. Auch in ihnen finden wir etwas gutes, wichtiges, dass uns für unsere persönliche Entwicklung und Erfahrung helfen kann. Man muss sich nur trauen genau hinzusehen.
In meinem Leben ist die „richtige“ Kommunikation immer wieder ein Thema. Das resultiert aus meinem Interesse, aber auch aus aufkommenden Schwierigkeiten, sowohl im beruflichen als auch im privaten Bereich. Wie löse ich Konflikte bzw. was kann ich aus ihnen für mich wertvolles herauslesen?

Ich denke das aller wichtigste zu wissen ist, und das gilt für jeden:
Alles was wir sagen und tun, zielt darauf ab, unsere Bedürfnisse zu erfüllen.
– M.B. Rosenberg

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Bedürfnisse sind ausschlaggebend für unser Fühlen. Und Gefühle sind gleichzeitig Signale für unsere Bedürfnisse. Eigentlich sehr einfach, wenn man‘s weiß.

Das bedeutet, hinter allem was ich sage, steckt im Grunde ein Bedürfnis das erfüllt werden möchte. Zum Beispiel, Anerkennung, Selbstverantwortung, Harmonie, Sicherheit, Sexualität, Sinn, Gemeinschaft und vieles mehr. Bedürfnisse sind etwas was alle Menschen auf der ganzen Welt kennen, unabhängig von Alter, Geschlecht, Herkunft, Kultur oder Glaube.

Wird ein Bedürfnis nicht erfüllt, fühlen wir uns oft, verängstigt, verärgert, frustriert, ratlos, nervös, sprachlos, traurig, beschämt, verletzlich, verzweifelt, leer, kraftlos,..

Wird ein Bedürfnis erfüllt, fühlen wir uns, frei, friedlich, leicht, lebendig, ruhig, optimistisch, wohl, zufrieden, gerührt, selbstsicher, ausgeglichen, entspannt,…

Dieses Wissen über mich und meine Gefühle und Emotionen ermöglicht es mir, zu verstehen, wieso mich etwas berührt, verärgert oder ich mich für etwas schäme. Es bedeutet für mich, meinen Gefühlen nicht hilflos ausgeliefert zu sein, vor allem auf unangenehme Gefühle bezogen. Ich kann mich also selbst immer fragen, warum fühle ich mich beunruhigt, blockiert und demotiviert, was steckt in Wahrheit hinter dem Gefühl. Manchmal ist die Lösung ganz einfach und manchmal braucht es doch einen Impuls einer Vertrauensperson, die wertfrei, emphatisch und achtsam unterstützt.

Eine wunderbare Methode die ich vor kurzem kennen lernen durfte, ist die gewaltfreie Kommunikation. Hierbei geht es nicht um Friede, Freude Eierkuchen. Vielmehr hat die GFK die Idee, einen Raum zu schaffen, in dem eine verbindende und einfühlsame Kommunikation stattfinden kann. Grob gesagt, ist diese Methode ist eine Sprache, mit einer inneren Struktur und einer Art „freien Tanzes“ von Bedürfnissen, Gefühlen, Wahrnehmungen und Wünschen jeder Person.

Beispiel:

siehe Video Nr.1

Warum schon wieder eine neue Methode und Technik lernen?

Das was bei dieser Art der Kommunikation passiert, ist nichts was du mit den Augen sehen kann. Vielmehr verändert sich etwas im Gefühl der Personen. Das kann als angenehm, wohltuend oder beruhigend wahrgenommen werden.
Das hört sich doch wunderbar an, denn schließlich haben wir alle Gefühle die allgegenwärtig sind. Sie sind körperliche Empfindungen und immer Ausdruckt erfüllter/ unerfüllter Bedürfnisse.

„In der gewaltfreien Kommunikation richtet man die Aufmerksamkeit darauf, was einem wichtig ist und vermeidet in der Kommunikation alles, was beim Gegenüber als Bewertung, Beschuldigung, Kritik oder Angriff ankommen könnte – daher die Bezeichnung „gewaltfreie Kommunikation“.

http://arbeitsblaetter.stangl-taller.at/KOMMUNIKATION/gewaltfreie-kommunikation-rosenberg.shtm

Vier Schritte für die Kommunikation

  • Beobachten statt Bewerten oder Interpretieren
  • Gefühle wahrnehmen und benennen
  • Bedürfnisse wahrnehmen
  • klare und erfüllbare Bitten, Wünsche, Vorschläge äußern

Fazit

Everything happens for a reason. Alles hat seinen Grund, warum es gesagt, getan oder geschieht. Genauso ist es auch mit Gefühlen. Es gibt einen Grund warum du vielleicht meinen Blog liest. Weil du das Bedürfnis nach Zusammengehörigkeit hast, Gemeinschaft, dich verstanden zu fühlen, du deinen Wissensdurst nach neuen Themen stillen möchtest, oder eben etwas anderes. Was auch immer es ist, es entsteht ein Gefühl in dir, das dir etwas über dich verrät.
So ist es schließlich auch mit Konflikten. Ich und mein Gegenüber haben (unterschiedliche) Bedürfnisse, die womöglich nicht erfüllt werden und deshalb geratet man in einen Konflikt. Ich muss mir also darüber klar werden, was Mein eigenes Bedürnis jetzt gerade ist. Vielleicht erkenne ich auch das meines Gegenübers oder ich erfrage es ganz einfach. Und das beruhigt die Situation schon oft und macht eine „normale“ Kommunikation wieder möglich

Wer sich noch mehr in die Thematik einlesen/hören möchte, findet hier einige teilenswerte Seiten.

Einfach dargestellte Erklärung der gewaltfreien Kommunikation: worth watching if you want to learn something for your whole life!

Für die Leseratten unter euch: GFK Skript zum Herunterladen hier, kostenlos

LOVE

Kathrin

 

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