Euthyme Verfahren, bitte was?

Das dritte Ausbildungswochende ist nun vorbei. Es wurde gelacht, gelernt, diskutiert. Viele neue Eindrücke, viele neue Gesichter, viele unbekannte Themen und am Ende sitze ich mit einem fetten Grinser im Gesicht einfach nur da und genieße. Und ich bin glücklich, für einen Moment, denn es erfüllt mich mit großer Freude und Leidenschaft hier sitzen zu dürfen und zu lernen.

Apropo Genießen. Euthyme Verfahren wird das Genusstraining in der Verhaltenstherapie bezeichnet. Klingt cool, ich werde es der einfachheitshalber Genusstraining nennen, diese Fachbegriffe liegen mir noch nicht so.

Manchmal frage ich mich, ob wir uns im Alltag die Zeit nehmen, um zu genießen. Das bedeutet nämlich mit allen Sinnen und mit der vollen Aufmerksamkeit bei einer Sache zu sein. Das ist in der heutigen „Multitasking-Zeit“ eher nicht gewünscht. Doch im Grunde sind es die Momente und Augenblicke des Genusses, welche uns im Leben Kraft, Freude und einen Ausgleich schenken, um weiter zu wachsen, dran zu bleiben und unsere Ressourcen zu stärken.

Was verschafft Dir Genuss?
Erlaubst du es Dir zu genießen?
Genießt Du täglich?

Wir genießen, wenn mindestens ein Sinnesorgan beteiligt ist, also entweder durchs Riechen, Schmecken, Sehen, Tasten oder Hören. Diese Sinneserfahrung ist immer mit körperlichem und geistigem Wohlbefinden verknüpft. Im Grunde ist der Genuss etwas sehr persönliches, individuelles und bewusstes, etwas was unserer Seele gut tut.

Und wie fängt man am besten mit dem Genießen an?

Schnapp dir ein Notizbuch und trage täglich deinen „Genuss des Tages“ ein. Wir wollen dadurch die Erfahrung machen, dass auch im Alltag zahlreiche Genussmöglichkeiten verborgen sind die nur darauf warten, von uns entdeckt zu werden.Vielleicht achtet der ein oder andere wieder mehr auf sich selbst, seine Gefühle und Bedürfnisse. Denn am Ende des Tages ist es wichtig, dass es Dir gut geht.

Beispiele

Tiere streicheln, eine frische Kastanien angreifen, Sonnenstrahlen auf der Haut, ein buntes Blumenfeld, der Klang von Regen, der Geruch von Regen, Berührungen, frisch gemähte Wiese, Barfuß über die Wiese gehen, der Duft und die Aufbereitung von (selbstgekochten) Essen, guter Wein, der Besuch im Theater, das Konzert der Liebelingsband, zirpende Grillen, ein frisch überzogenes Bett, das Farbenmeer im Herbst, das Rauschen vom Meer und das spüren der Meeresbrise auf der Haut,…

„8 Regeln des Genießens“ – nach R.Lutz und E.Koppenhöfer

  • Genuss braucht Zeit
  • Genuss muss erlaubt sein
  • Genuss geht nicht nebenbei
  • Genuss ist Geschmacksache
  • Weniger ist mehr
  • Ohne Erfahrung kein Genuss
  • Genuss findet auch im Alltag statt
  • Askese kann Genuss erhöhen

LOVE

Kathrin

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3 Kommentare zu „Euthyme Verfahren, bitte was?

  1. Sehr schön, deine Brandrede für mehr Genuss, ich bin vollkommen deiner Meinung!

    Nur in einem Punkt möchte ich dir widersprechen: Ich glaube nicht, dass Genuss nicht erwünscht ist.

    Ich glaube, dass es einfach daran liegt, dass wir (die Gesellschaft) uns zu wenig Zeit nehmen und nicht achtsam genug mit der gewählten Zeit umgehen.

    Gefällt 1 Person

    1. Danke für deine überlegten und kritischen Worte :) !
      Ich denke, dass viele Arbeitgeber nicht großen Wert auf das Befinden ihrer Mitarbeiter legen. Also die Motivator jedes Einzelnen herausfinden und die Stärken fördern. Klar das ist Arbeit und die Zeit fehlt oft dazu. Aber nur so wird auf Dauer effizient gearbeitet, Mitarbeiter bleiben gesund und „genießen“ ihre Zeit am Arbeitsplatz. Und in Bezug auf „Multitasking“ wissen wir auch, dass genau hierbei Fehler passieren und man nicht in einen Art „Work Flow“ kommt, in dem man genießen kann. (Das war mein Gedankegang hinter dem Satz, ich hoffe das ist etwas verständlicher ^^)

      GLG Kathrin

      Gefällt 1 Person

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